Der Platz

Kinder und Jugendliche können in einem geschützten Raum auf selbständige und spielerische Art die vielen Naturelemente auf dem Platz erkunden. Auf sie warten unter anderem 150 verschiedene Pflanzenarten wie Heilkräuter, Küchenkräuter, Teekräuter, Beerenobststräucher, vom Aussterben bedrohte, regionale Obst- und Nussbaumsorten und eine große Vielfalt an Gemüse.


Im Gemüsegarten pflanzen wir für unsere Besucher vor allem Sorten, die unkompliziert verarbeitet und zu sich genommen werden können, wie verschiedene Salatsorten, Tomaten, Gurken, Kohlrabi, Radieschen und Zucchini. Doch auch etwas ausgefallenere Sorten wie Mangold und Kürbis sind hier zu finden.


Die Kräuterspirale ist nach dem Konzept der Permakultur angelegt: Durch den spiralförmigen Bau gibt es unterschiedliche Höhen, die Steine spenden und speichern Wärme und die Erde besteht aus verschiedenen Substraten. Somit entstehen auf kleinem Raum unterschiedliche Kleinklima- und Vegetationszonen.







Die Beerenbereiche bieten Himbeeren, Erdbeeren, Walderdbeeren, rote, weiße und schwarze Johannisbeeren, Stachelbeeren und Jostabeeren. Außerdem sind auf dem Gelände einige Brombeerhecken zu finden.


Wer zur richtigen Zeit kommt, kann an unseren Obstbäumen Birnen, Äpfel und Mirabellen ernten – und das in großen Mengen!

Der SJR pflanzte in den letzten Jahren weitere Obst- und Nussbäume, die bald Früchte tragen werden: Mispeln, Pflaumen, Aprikosen und Kirschen, Maulbeeren, Walnüsse, Esskastanien und Quitten können vor Ort geerntet werden. Außerdem experimentieren wir mit Kiwis und Feigen – wir hoffen, das Rheingau-Taunus-Klima lässt sie gedeihen!


Auf dem Jugendnaturzeltplatz wachsen keine giftigen Pflanzen. So kann sich jeder Besucher „durchprobieren“. Es ist uns wichtig aufzuzeigen, welche Pflanze für was nutzbar ist. Aus diesem Grund sind die Gewächse mit Schildern versehen. Diese nennen nicht nur die jeweiligen Namen der Pflanze, sondern zeigen auch ein Bild und machen Angaben zur Erntezeit und darüber, welche Teile der Pflanze wofür nutzbar sind.


Ein ganz besonderer Baum ist die Anne-Frank-Kastanie: Von der damaligen Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Wiesbadenerin Heidemarie Wieczorek-Zeul gesponsert, wurde dieser spezielle Baum im Rahmen der Abschlussfeier zum Projekt „Anne Frank – eine Geschichte für heute“ 2009 gepflanzt.

Der „Anne Frank Baum“, eine weiße Rosskastanie in Amsterdam, wird im Tagebuch Anne Franks ausführlich geschildert. Dieser große, dicke Baum war eines der wenigen Stückchen Natur, die das junge Mädchen vom Hinterhaus aus sehen konnte, in dem sie sich zusammen mit ihrer Familie versteckt hielt. In ihrem Tagebuch schildert Anne Frank, wie sie der Anblick des Baumes mit Hoffnung erfüllt und ihr Trost spendet.

Die Pflanzung eines Anne-Frank-Gedenkbaumes ist heute bundesweit zu einem vielfach umgesetzten, „interaktiven Mahnmal“ geworden.


Zum Schnitzen stehen auf unserem Jugendnaturzeltplatz zwei hohe Baumstümpfe bereit. So können Kinder und Jugendliche schnitzen, ohne dass unser Baumbestand gefährdet wird.


Eine „Sinnesstraße“ mit fünfzehn Fühlkästen bietet reizvolle Spiele mit den Sinnen. An der Vorderseite ist ein handgroßes Loch eingearbeitet, durch das der Inhalt blind erfühlt werden kann. Bei dieser Station fühlen Kinder und Jugendliche verschiedene Materialien, spüren sie auf der Haut und tasten sich mit den Händen durch die unterschiedlichen Konsistenzen der Materialien. Interessante Körpererfahrungen wecken Lust und Neugier auf unterschiedliche Materialien; außerdem wird so der Tastsinn geschult.


Ein Steinbackofen lädt alle Gruppen dazu ein, ihre Mahlzeiten auf ungewohnte Weise zuzubereiten. In dem aus Schamottsteinen gemauerten Ofen wird durch ein Feuer Hitze erzeugt, sodass sich die Steine aufheizen. Wenn sie heiß genug sind, wird die Glut beiseite geschoben. Auf den Steinen kann nun Brot, Pizza oder Ähnliches gebacken werden.


Eine Freilichtbühne bietet Gruppen die Möglichkeit, Aufführungen wie kleine Sketche, Improvisationstheater oder Musikaufführungen unter freiem Himmel durchzuführen. Gruppen mit theaterpädagogischen Ansätzen finden hier Raum, um sich auszuprobieren. Die Freilichtbühne ist umsäumt von Rosen, Holunderbäumen und Flieder und Baumstümpfe dienen als Sitzgelegenheiten.


Unsere Weidentipis sind aus Weidenruten angelegte Naturzelte. Hierfür wurden Weidenbäume in einem Kreis angepflanzt und zu einer Kuppel hochgezogen. Diese natürlichen Zelte bieten Rückzugsorte für die Kinder und Jugendlichen – zum Abschalten, Entspannen und für die Verarbeitung von Eindrücken.


Auf einem großen Spielfeld aus Stein können Gesellschaftsspiele unter freiem Himmel veranstaltet werden.


Jedes Jahr entstehen Neuerungen, die den Platz kontinuierlich weiterentwickeln und interessanter machen.

Auf einem Feedbackbogen kann jede Gruppe ihre Ideen und Wünsche an den SJR weitergeben. Welche der vielen Ideen verwirklicht werden, ist abhängig vom Fundraising-Erfolg, da naturpädagogische bzw. inhaltliche Ergänzungen nur durch Drittmittel sowie ehrenamtliche Unterstützung möglich werde