Trägerkreis

Im Jahr 2009 ist mit dem Projekt „Anne Frank – eine Geschichte für heute“ ein Netzwerk von Menschen und Organisationen entstanden, das Erinnerungskultur in Wiesbaden aktiv gestaltet und weiterentwickelt. Das Zusammenwirken von verschiedenen Menschen mit vielfältiger Herkunft, hat sich derart bewährt, dass dieser Trägerkreis sich vorgenommen hat, jedes Jahr ein gemeinsames Projekt durch zu führen. Dabei soll die Grundidee der „Anne Frank Tage“ beibehalten werden: verschiedene Organisationen und Einzelpersonen entwickeln dezentral oder in Kooperationen Veranstaltungen zu einem bestimmten Arbeitstitel. Diese Veranstaltungen werden dann in einem gemeinsamen Programmheft einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Das Ziel ist weitergehend: ein Netzwerk sozialer und kultureller Organisationen in Wiesbaden soll etabliert und weiter zu entwickelt werden und in einem fachlichen Austausch miteinander will man voneinander lernen und Ressourcen effizient bündeln.

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„einzweidrei ... heimisch“ (2010)

Mit dem Projekt „einzweidrei ... heimisch!?“ möchten wir der Frage nachgehen, was die kulturelle und historische Basis von anderen Menschen und Gruppen in unserer Stadt ist? Es geht uns darum, verschiedene Personen und Gruppen aus Wiesbaden zusammen zu bringen und die Vielfalt der Menschen in unserer Stadt sichtbar zu machen. Wir sehen die bereits existierende (kulturelle) Vielfalt als Bereicherung an und möchten vor allem jungen Menschen die Gelegenheit geben Andere näher kennen zu lernen. Thematisch befasst sich das Projekt mit Herkunft und Identität! Wir sehen dabei die Herkunft und Kultur von Menschen nicht als ausschließlich national geprägt an und möchten sie auch deshalb nicht so benennen. Es ist uns wichtig, dass Menschen und Organisationen den Rahmen des Projekts nutzen, um sich anderen vorzustellen.

Wir möchten vor allem Jugendlichen durch kleinere Teilprojekte und interessanten Veranstaltungen Möglichkeiten eröffnen, sich mit sich selbst und der jeweils eigenen Geschichte auseinander zu setzen. Dazu gehört auch, dass sich Menschen hier heimisch fühlen, oder eben auch nicht. Es geht uns um die Sensibilität für die verschiedenen Wurzeln des Gegenübers. Projekte mit Jugendlichen folgen den Fragen „Wo komme ich her?; Wo kommst du her?; Wo bin ich?“ und natürlich auch „Wo darf ich so sein wie ich bin?“ Es ist uns klar, dass die Beschäftigung mit der eigenen Identität nicht leicht ist und auch Angst machen kann. Sei es, weil man die Frage nach der Herkunft nicht beantworten kann, oder sei es weil man Angst vor den Unterschieden zwischen sich selbst und den Anderen hat. Darum soll es auch Chancen geben, spielerisch mit dem Thema umzugehen. Es geht darum etwas Eigenes einzubringen. Darum sollen im Rahmen des Projektes Menschen und Organisationen aufeinander treffen und die Möglichkeit haben, sich gegenseitig kennen zu lernen und gemeinsam an Projekten zu arbeiten.

Zur Zeit wird fieberhaft an vielen Veranstaltungen und der Erstellung eines Programmheftes gearbeitet. Sponsoren werden gesucht, DesignerInnen schlagen sich Nächte um die Ohren, damit wir Euch im Projektzeitraum Mitte Oktober bis Ende November 2010 viele interessante Veranstaltungen, Konzerte, Workshops u.s.w. anbieten können.

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„Anne Frank – eine Geschichte für heute“ (2009)

Als sich zu Beginn des Jahres 2008 ein Trägerkreis aus Wiesbadener Institutionen gründete, um gemeinsam ein Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen, dass als Begleitung zur Wanderausstellung „Anne Frank - eine Geschichte für heute“ dienen sollte, war den InitiatorInnen klar, dass der Stadtjugendring nicht fehlen darf.
Denn wer sonst als der Stadtjugendring hat als Arbeitsgemeinschaft der Wiesbadener Jugendverbände die Kontakte zur außerschulischen Jugendarbeit?

Konkret stellte sich nun dem neuen Jugendbildungsreferenten Michael Weinand die Frage, wie sich schnellst möglich ein Kreis an Interessierten aus den Verbänden heraus kristallisieren könnte, der sich intensiv mit der Ausstellung, den Möglichkeiten zu Rahmenprogrammveranstaltungen und deren Umsetzung beschäftigen möchte.

Diese Frage wurde mit der Bildungsfahrt: „Jugend im Nationalsozialismus“ vom 13. bis 16. November 2008 nach Hamburg beantwortet.

So entstand in Gesprächen mit einer Vertreterin der Sportjugend die Idee zur Umsetzung der Veranstaltung „Wege des Widerstands“ in den Vereinsräumen von Biebrich 02. Eine Teilnehmerin entwickelte anschließend an die Fahrt den Flyer zum Comic-Workshop „Geschichte(n)ach zeichnen!? - Comic gegen Nazis“, eine weitere nahm mit einer Freundin am Workshop teil. Den Workshop in Kooperation mit der Kreativfabrik zu machen, wurde in Hamburg besprochen und anschließend vom Plenum beschlossen. Und auch die Veranstaltung „versteckt“, vor allem die konkrete Umsetzung der Fußgängerzone in Wiesbaden wurde mit einer Gruppe von 5 Jugendlichen, die sich ehrenamtlich in der Jugendinitiative Spiegelbild engagieren entwickelt.

Tenor der Projekte und Veranstaltungen des SJR war es, Jugendliche selbst „zu Wort“ kommen zu lassen. Wie verstehen Jugendliche den Holocaust? Was geht Ihnen besonders Nahe? Wie würden Sie ihre Gefühle und Gedanken dazu ausdrücken wollen?Der Comic-Workshop „Geschichte(n)ach zeichnen!? - Comic gegen Nazis“, sowie die Veranstaltungen „Wege des Widerstands“ und „versteckt“ boten dazu in verschiedenen Formen die Gelegenheit. Ob als gezeichneter (& getexteter) Comic, als Tagebucheintrag oder in einer Diskussion, Jugendliche haben ihre eigene Meinung, jede/r ihre/seine individuellen Wünsche nach Auseinandersetzung mit der Thematik.Dieser Tatsache wollten wir Rechnung tragen.Und wie Sie in den Veranstaltungsdokumentationen im Folgenden sehen können, ist uns das gelungen.

Geschichte(n)ach zeichnen!?
Download: Comics gegen Nazis.pdf
Download: Flyer Workshop.pdf
Download: Flyer Vernissage.pdf

Workshopbilder
Comic

Versteckt
download: Versteckt.pdf

Bilder
versteckt

Wege des Widerstands
download: Wege des Widerstands.pdf

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